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Nachtrag und Fazit

Hallo meine lieben Freunde,

Gottlieb hat ja bereits beschrieben wie die heimfahrt so verlaufen ist. Ich bin mit Sigi noch eine Nacht vor Ort geblieben und wir haben dann noch das Chaos beseitigt, damit wir auch nächstes Jahr wieder kommen dürfen.
Heute sind wir dann mit dem Auto auch nach Berlin gefahren. Und da gab es doch glatt weg gleich mal noch nen Ggrund zum Kopfschütteln und Haare raufen. Also wir fahren gerade über die Grenze zur Slowakai, da klingelt Sigis Handy. Am anderen Ende der Kulle. Frage: „Sigi, wenn ihr dann losfahrt, könnt ihr dann mal meine Kamera mitbringen? Ich habe sie im Küchenschrank vergessen.“ Also, wir haben uns doch ein bisschen gekugelt. Kulle hat wahrscheinlich zu viele wirsli und Eier gemampft. Sigi hat dann bei ihrem Freund Öcsi angerufen. Der schickt morgen die Chipkarte mit den ganzen Fotos und die Kamera nutzt er dann bis zum nächsten Sommer selbst. Also unsere Foto CD ist gerettet. Nun müssen wir nur noch auf die Post warten.

Also ich will euch nun auch noch das Wasserrätsel lösen. Die Kinder haben ca. 758 Liter Wasser getrunken. Die Siegerin oder der Sieger werden hier in den nächsten Tagen noch bekannt gegeben. wink Den Preis können sie sich dann am 26.09.2015 beim Fest zum „Ottokar – Geburtstag“ abholen.

Mir hat das Ferienlager übrigens sehr gut gefallen und ich habe mich auch gleich mal für 2016 angemeldet. Da geht die Reise vom 23.07. bis 07.08.2016.

Danke an alle , die uns so schöne Ferien ermöglicht haben, an die Spender und Paten, an die Verzieher, die meist ihren Urlaub für uns geopfert haben, an das Radioteam und auch an all die fleißigen Putzfrauen und Küchenfeen in Balatonfenyves.

Bis nächstes Jahr am Balaton.

Euer todmüder Otto

Wieda zurück

Hallo Otto und liebe Alle,

da olle Otto ja wieda mal bei Sigi jeblieben ist, melde ick hier noch pflichtschuldigst die lätzten Njus von der Rückfahrt. Zunächst ein großes Danekschön an die tollen Busfahrers, die uns so supi zurückjebracht haben. Zügig und ohne Stau ging es vom Balaton bis zu einem ersten Stopp in Österreich. Da hatten wir übrigens auch schon Slowenien durchquert, auch wenn viele der anderen davon jar nüscht mehr mitjekriegt haben. Die meisten unserer Kinder schliefen selig nachdem unser erster Film, Ab durch die Hecke“, zu Ende geschaut war. Nur hinten bei Kulle und Schwester Agnes ging es noch hoch her, aber auch das erledigte sich als es dann auf Mitternacht zuging. Das nächste Mal hielten wir zum ausjibiegen Tanken (also vom Bus selbstverständlich) dann schon in Bayern. Alle konnten noch schnell auf Toilette ehe sie selig weiterschliefen. Nächster Stopp: Coburg, etwa halb sieben, mit Frühstück für alle und erstes mal Drücken, Schmusen und Tränen wegwischen für unsere ersten vier Wiedaanjekommenen. Unser nächstes Ziel Erfurt erreichten wir dann gegen 08.30 Uhr (jenau ausreichend für Madagaskar 3) und ab da hatte icke und alle die anderen voll viel Platz! Immerhin stiegen nich nur 17 Kindas aus, sondern ooch noch drei der Verziehers: Ines, Kevin und Thommy verabschiedeten sich, vielleicht ja bis zum nächsten Jahr…
Da war übrijens ooch für mich dieses Jahr mit der Mitfahrerei Schluss, musste Wassermelonen tragen helfen. Aber wie ich weiter hörte, kam auch der Rest dann noch laut Plan in Bärlin an.

Also: Ein tolles weiteres Ferienlajer ist vorbei!
Gottlieb wünscht allet Jute und Sigi und Otto können sich schon mal uff ne neue Anmeldung von mir für nächstet Jahr freuen. Wer kommt ooch wieda mit?!

Alles hat ein Ende, auch die Ferien am Balaton

Hallo alle zusammen,

ich kann euch sagen, das war mal wieder ein typischer letzter Ferienlagertag. Sigi war schon früh auf denn Beinen, um unsere Wegverpflegung frisch vom Bauernmarkt zu holen. Viel Schlaf hatten die Verzieher auch nicht in der vergangenen Nacht. Nein, nicht was ihr denkt. Wir Kinder waren alle ganz brav. Unsere Busfahrer sind mitten in der Nacht bei uns eingetrudelt und wollten wohl noch einen Schlag aus ihrer Kinderzeit berichten. Na zum Glück hatten sie im Hotel bis heute Abend Zeit, sich richtig auszuschlafen. Ihr braucht euch also keine Sorgen zu machen.
Da wir in diesem Sommer die letzte gruppe sind, konnten wir auch bis zur Abfahrt in den Zimmern bleiben. Deshalb war der Vormittag erst einmal mit Koffer packen und sachen wieder finden ausgeplant.
Einige waren allerdings noch mit Ines und Kevin auf dem Pullovermarkt in Fonyòd. Nein, auch in diesem Jahr haben sie keine Pullover erstanden. dafür aber jede menge andere Klamotten. Die passten dann aber auch nur mit viel Mühe noch in die Koffer.
Am Nachmittag waren dann die Kinder und Jugendlichen, die die Mannschaftswettbewerbe gewonnen hatten, noch Trampolin springen. Alle anderen nutzten dieZeit schon mal zum Adressen- und Handynummertausch.
Wir spielten noch schön und dann war es schon soweit. Die ersten Tränen flossen, weil wir unser Gepäck in den Bus einladen sollten. Selbst Kinder, die ich vorher kaum mal angesehen hatten, lagen sich schluchzend in den Armen. Ich kann euch nur sagen, wir können uns doch alle wieder sehen. Beim Ottokar-Geburtstag am 26.09.2015 oder aber nächstes Jahr am Balaton.
Nach dem Abendessen hieß es dann noch schnell alle mal aufs Klo und Getränke in den Rucksack und los ging es. Ganz pünktlich ging es los und Sigi und ich blieben hier vor Ort zurück, um das restliche Chaos zu beseitigen.
Ich hoffe mal, dass alle gut zu Hause ankommen und melde mich morgen Abend, wenn ich dann auch wieder zu Hause sein werde, bei euch.

Tschüssi und Puszi euer Otto

Was tun, wenn du wartest oder ein Talent brauchst?

Hallo Ihr da zu Hause,

oh je, wie schnell doch die Zeit vergeht. Kaum angekommen, heißt es schon wieder Koffer packen. Aber gut, erst einmal der heutige Tag.
Es war heute wie in einem Bienenhaus. Nach dem Frühstück schwirrten alle durcheinander. Einigen fiel doch tatsächlich heute erst ein, dass nachmittags Talentefest sein sollte. Was macht man denn so auf die Schnelle?
Naja, in die Stadt wollten wir natürlich auch nochmal und ein bisschen spielen und flirten auch.
Dann war auch noch Emmily verschwunden, sie hatte ein Date in Fonyòd mit einem gewissen Vicky, hatten zumindest die Kinder gehört.
Also ich weiß das natürlich genauer. Das Date hieß zwar Vicky, war jedoch weiblich und sollte bei meiner Kumpeline die Falten weg bügeln. Sigi wollte sie dort abholen, aber Kommunikation ist eben so eine Sache. Beim Baumkuchen war der Treffpunkt. Und so standen sie ca. 500 m Luftlinie durch eine Bahnlinie getrennt voneinander herum und warteten aufeinander. Sigi hatte weniger Geduld, sie fuhr nach 1 Stunde zurück. Emmily harrte 2 volle Stunden aus und nahm dann den Zug. Pünktlich zum Mittagessen erreichte sie dann unser Domizil.
Bis 16 Uhr übten und trainierten dann die Mädels und Jungen und pünktlich begann unser Fest. Also ich hätte ja nicht gedacht, dass es so super Talente bei uns gibt. Der Herr Holzbrett oder wie man eine Bohle so nennt, wäre total neidisch geworden und seine Juroren in Tränen ausgebrochen, kann ich euch versprechen. Akrobaten, Zauberer, Ballkünstler, Sängerinnen und Sänger, Schauspieler…. Schnellzeichner…ich kann kaum alles aufzählen. Sogar abstraktes Theater war dabei. Nicht mal die Darstellerinnen erinnerten sich zum Schluss an den Inhalt ihres Stückes. Auch unsere Verzieher ließen sich nicht lumpen und spielten zwei tolle Sketche aus dem Leben. Wir haben ordentlich gelacht. Auf alle Fälle gab es viel Applaus und jeder hat sich beteiligt. Echt super!
Im Anschluss gab es dann die langersehnte Siegerehrung aller unserer Wettbewerbe. Stolz nahmen die Kids ihre Urkunden und Preise entgegen. Namen darf ich ja wegen des komischen Datenschutzes nicht nennen, aber ihr werdet es ja zu Hause sehen, ob eure Lieblinge mit einer Urkunde und praktischen Preisen ankommen. Ob beim Tischtennis, Feder- Fuß- oder Volleyball, beim Uno und BAO BAO, es waren teilweise sehr knappe Entscheidungen. Klar dagegen war die Entscheidung bei der Puppenstube und dem Saustall. Diese Mädchen mit ia im Namen waren einfach unschlagbar.
Und dann gab es auch noch einen Sonderpreis für die größten Feiglinge des Ferienlagers. Ihr erinnert euch sicher an das Neptunfest? Die Taufe wurde heute kurzerhand nachgeholt. Ein großer Eimer mit kaltem Wasser über die Köpfe war die Strafe.
Nach dem Abendessen hübschten sich die Mädels dann für die Abschlussdisco auf. Schwester Agnes glitzerte ganz in lila. Da konnte man sich fast die Augen verblitzen.
Und dann, ihr glaubt es kaum. Emmerich, wir haben ein Liebespaar und das am vorletzten Tag. Die beiden hätten sich das mal eher überlegen sollen. Nun werde ich nur noch heute Nacht und morgen spannern können.
Werde euch morgen genauer Bericht erstatten.
Muss jetzt schnell noch meine Klamotten in den Koffer werfen. Dann kann ich morgen in aller Ruhe die anderen beobachten.
Ich wünsche euch eine gute Nacht.
Bis denne .
Euer Otto

Nachtrag zum 20. August

Hallo Ihr Lieben,
ich habe gestern noch was ganz wichtiges vergessen. Wir haben nämlich im Trubel der Ereignisse NICHT vergessen, unserem Geburtstagskind aus Erfurt zum Ehrentag ein Ständchen zu schmettern. Eh, der ist jetzt auch schon fast erwachsen, nämlich 11 Jahre alt und um sein tolles Geschenk beneiden ihn alle Jungs. Na, was hat er bekommen?

Euer etwas wegen seiner Vergesslichkeit zerknirschter Otto

Ein Festtag in Ungarn und wir mitten drin

Jò estèd meine lieben daheim,

man, das war ja heute ein Tag. Hier, wo eigentlich immer alle Geschäfte auf haben, gab es keinen einzigen geöffneten Laden. Und das nennt man hier Nationalfeiertag. Aber das ist natürlich nicht der einzige Grund. vor 1015 Jahren hat ein gewisser Szent Istvàn das ungarische Reich gegründet. Deshalb sind alle Ungarn ganz besonders freudig erregt, wenn der 20. August ist.
Wir hatten auch ein ganz besonderes Programm. Gleich nach dem Frühstück hieß es , ab zum Bus. Wir sind alle extra 10 Minuten früher aufgestanden, die Verzieher fast eine Stunde, mussten ja noch unsere Trinkflaschen auffüllen. Na und einige Schlafmützen hatten natürlich gestern Abend ihr Taschengeld vergessen abzuholen und in Forint umzuwechseln. Und in diesem Zusammenhang mal kurz zum Thema Wasserverbrauch. Ich verrate keinen Zwischenstand. Es steigen nämlich immer noch Eltern in den Wettbewerb ein und ich will ihnen keine besseren Chancen einräumen. Bin nämlich ganz fair.
Beim Frühstück übrigens gibt es auch einen Rekord zu verzeichnen. Heute gab es hartgekochte Eier. Und Kulle unser Vielfraß, der den Kindern schon immer die wirsli wegfuttert, hat doch nach meiner Sicht 20 halbe Eier gegessen. Er bestreitet dies allerdings, meint es waren nur 18. Aber an Alfons Zitterbacke mit 100 Eiern kommt er noch nicht heran.
Aber weiter im Text. Mit dem Bus fuhren wir in Richtung Süden, in einen kleinen Ort namens Bikal. Dort gibt es ein mittelalterliches Dorf mit Burg und so. Hier haben wir einen sehr schönen Tag verbracht, auch wenn es zu Beginn wie aus Kannen schüttete. Alle Kinder haben eine tolle Überraschung für zu hause gehandwerkelt, viele Tiere, darunter auch das ungarische Nackthals, Puten und Weihnachtsgänse, gesehen, gestreichelt und vor uns her getrieben. Auch viele alte Handwerke konnten wir uns ansehen und so das eine oder andere Mitbringsel erwerben.
Mittag gab es in einem wunderschönen Saal im Palast der Burg. Es gab ein dreigängiges Menü bestehend aus bogracsgulyas, cigànpecsenye sültburgonyaval ès sütemèny. Da kommt ihr jetzt aber ins Grübeln, was? Eh Leute, ihr habt ja gar keine Vorstellung, wie gesittet und ruhig unsere lieben Kleinen sich beim Essen benehmen können. Hier im Ferienlager hallt der Speiseraum immer von den vielen lauten Stimmen. Annes konnte heute wahrscheinlich das erste Mal Schmatzgeräusche vom Essen aufnehmen.
Als Abschluss stand dann eine Vorführung auf unserem Programm. Wir hatten vorher schon die wunderschönen Pferde gestreichelt und hofften nun auf deren Einsatz beim Ritterturnier. Aber, die Ritter hatten wegen des Feiertages einen freien Tag bekommen. Statt dessen gab es Ausschnitte aus der Rockoper „Szent Istvàn“ zu hören und auch zu sehen. Na da wurden vielleicht Töne geschmettert. Einige Hupfdohlen und Hupfdohlenriche schienen nach der Musik tanzen zu wollen. Also ehrlich mal, das bekommt mein Kumpel Emmerich besser hin. Aber die Pferde kamen auch zum Einsatz, hübsche Reiter und Reiterinnen zeigten ihre Künste und ihre weißen Zähne beim Lächeln. Kulle und Schwester Agnes wurden ganz schön nervös. Äh also, lieber Wolfgang, es ist nichts passiert, war nur Nervosität.
Im Anschluss an die Vorführung gab es dann noch Autogramme der Künstler in die neu erstandenen Tagebücher, auf Hände, Arme und Kleidungsstücke. Die Mädels wollen sich bestimmt nicht mehr waschen deswegen.
Die Heimfahrt verlief ruhig, viele fielen erschöpft in den Schoß oder an die Schultern des Nachbarn.
Kaum angekommen, gab es zum Ärger aller gleich mal eine Zimmerkontrolle. Au weia, das gibt bestimmt gaaanz schlechte Benotungen heute.
Der krönende Abschluss war dann das Feuerwerk. Frisch geduscht und in Schlafklamotten, spazierten wir alle ans Ufer und bestaunten die vielen schönen Lichter ringsherum.
Jetzt ist es aber für heute auch genug. Die anderen horchen schon an der Matratze. Ich bin total fertig. So ein Reporterleben schlaucht ganz schön.

Wünsche euch schöne Träume und eine gute Nacht.
Buszi euer Otto

Beim Besuch Ihrer Hoheit alle wieder an Bord

Jò estèd kedvesem ès èdesem !

Ja, ihr vermutet richtig, heute gab es hier hohen Besuch bei voller Teilnehmerzahl. Alle Mädels haben ihren Wettbewerb erfolgreich abgeschlossen und konnten heute wieder an allen Vergnügungen teilnehmen.
Aber wie immer will ich mal chronologisch berichten.
Die Nacht verlief völlig ruhig, die Verzieherinnen konnten tief und fest schlafen und die Zahnfee schwirrte mal wieder durch unser Haus. Doch leider umsonst. Die kleine Krabbe mit den lockigen Haaren wollte ihren ausgefallenen Zahn einfach nicht gegen eine Überraschung eintauschen. Die Zahnfee war ziemlich sauer. Sie hätte ganz gewiss gerne auch einmal eine Nacht durch geschlafen.
Nach dem Frühstück wurden heute die Federball- und Volleyballturniere abgeschlossen. Das Wetter war heute wieder recht schön, Sonne, Wolken und starker Wind. Da flitzten viele Surfer über die Wellen und wir konnten sie staunend beobachten.
Nach dem Mittag begaben wir uns dann alle auf die Liegewiese am Strand. Es wurde ziemlich geheimnisvoll, wir sollten dort einfach nur eine Überraschung abwarten.
Und dann kam sie , die Vertretung von Neptun. Der hatte eigentlich gestern einen Termin bei uns, den mussten wir ja wegen des Tütenfüllwettbewerbs absagen. Aber da wir ja eigentlich immer ganz brav waren und nicht in den Balaton gepinkelt haben, hat er uns heute seine kleine Tochter Arielle vorbei geschickt, damit sie die Taufe nachholen konnte. Sie wurde begleitet von den Nixen Tonja Tentakel und Kerstin Koralle, die sonst immer in der Travestieshow in Neptuns Palast auftreten. Ihren Perrsonenschutz hatten der gemeine Delfin und die giftige Seerose aus den Thüringer Gewässern und die gefährliche Seekatze und der schnelle Piranha aus der Spree übernommen. Die Simultanübersetzung übernahm die Haushofsprecherin alte Unke. Nach einer sehr tiefgründigen und aufrüttelnden Ansprache zum Thema „Haltet die Gewässer sauber“ sollten dann 8 Menschenwesen in die Helferschar von Neptun mittels Taufe aufgenommen werden. Wie gesagt sollten. Denn zwei Jungen hatten sich vor Angst schlotternd im Klo eingeschlossen als sie herausgefunden hatten, dass eine Neptuntaufe bevorsteht. Diese Memmen. Überhaupt, die mit den größten Mundwerken (es handelte sich ausschließlich um meine Geschlechtsgenossen) hatten aber sowas von Schiss, dass sie dran kämen. Als ob Neptun und Prinzessin Arielle keinen Geschmack hätten!
Seit heute gibt es nun also folgende neue Hilfskräfte im Unterwasserreich: Lahmer Wasserfloh, GuteLauneAnemone, ballvernarrter Tümmler, flinke Sprotte, besorgter Merlinfisch, fürsorglicher Kugelfisch und die launische Qualle. Für so fast jeden erdenklichen Anlass hat Neptun also neue Helfer.
Alle tobten dann anschließend noch eine Weile im Wasser rum, bis die ach so lieblichen Stimmen von Sigi und Angela erschallten. Bei den Rufen : Streifenhörnchen und Szilvalekvar war kein Halten mehr. Na Baden und so machen ja auch sehr hungrig und da vertilgten wir massenhaft Brötchen und Brot. Aber auch von den leckeren Gurken und Pflaumen blieb nichts übrig.
Nach dem Abendessen heute gab es mal kein Spiel, sondern verschiedene Kreativangebote. Wir konnten mit Ton und mit Serviettentechnik arbeiten und schöne Geschenke für zu Hause basteln. Das spart eine Menge Kohle. Können wir ein Eis mehr essen. Netti und Sigi verzierten unsere Körper mit Glitzertattoos – noch ein Eis mehr wink
Leider konnten 2 Mädchen nichts von dem tun und mitmachen. Wie jeden Abend riefen deren Eltern an und behinderten für 1,5 Stunden die Ferienlagerfreuden ihrer Kinder. Also ich muss mal sagen, wenn das meine Mama machen würde, ich würde ihr aber was erzählen. Ist doch total doof, wenn man an bei den Spielen und so nicht mitmachen kann. Außerdem weinen die Mädels dann immer. Den ganzen Tag toben sie rum und haben gute Laune und viel Spaß und dann verschwinden sie mit Tränen in den Augen in ihren Zimmern. Ich habe ja nicht mal eine Chance sie zu trösten.
Das musste ich heute einfach mal schreiben. Finde nämlich nicht nur ich uncool.
So, nun muss ich noch meinen Rucksack packen. Morgen geht es gleich nach dem Frühstück auf eine Tagestour. Ziel für uns Kinder unbekannt. Soll eine Überraschung sein. Morgen ist nämlich in Ungarn großer Nationalfeiertag.
Werde euch dann abends alles ganz genau berichten.

Bis denne und tschüssi.

Euer Otto

In die Tüten, fertig, los!!!

Hallo und jò estèd an euch alle !

Danke erst einmal an Gottlieb, dass er mich gestern vertreten hat, aber als künftiger Journalist, kann er ruhig schon mal im Volontariat bei mir arbeiten und ein bisschen schreiben üben.

Gleich zu Beginn heute ein Bericht über unsere hier neu eingeführte Sportart. Also ich wollte die Zahnfee bei ihrem nächtlichen Tun beobachten (wir bekommen noch ein komplettes Milchzahngebiss zusammen), da sprangen doch Schwester Agnes und Angela schon wieder durch die Gegend. Sie waren die Kampfrichter im neuesten Wettbewerb. Titel :“Wer hat die Tüte als erste voll“. Der Titel ist bewusst weiblich gewählt, denn es beteiligten sich ausschließlich Mädchen aller Altersklassen und aus beiden Bundesländern daran. Nicht, dass die Jungs nicht gedurft hätten, aber die wollten wohl lieber schlafen. Die 7 Teilnehmerinnen trieben unsere Verzieher an den Rand ihres sportlichen Leistungsvermögens. Die Frauen flitzten ununterbrochen über den Flur (gut für die Figur) während die Männer tief und fest schliefen. Gegen morgen schliefen die Mädels dann, die Erwachsenen arbeiteten fleißig weiter.
Um 9 Uhr kam dann auch ein außerordentlich freundlicher Arzt und untersuchte die Teilnehmerinnen. Also Fazit: Keine ist mit irgendeinem Keim gedopt. War nur eine Folge der Hitze und des Wetterumschwungs. Er meinte, ein Tag Ruhe und Diät und morgen ist alles wieder gut.
Ob das auch auf die Augenringe der Verzieherinnen zutrifft? Wir werden es mal unter Beobachtung halten.
Diese sportliche Übung hat unsere ganze tolle Planung durcheinander gebracht. Eigentlich sollte ja heute Neptunfest sein.
Aber Improvisation ist ja bekanntlich das Grundhandwerkszeug von Verziehern. Es wurde also den ganzen Tag gebastelt, gespielt, in die Stadt und nachmittags auch wieder baden gegangen. Keiner langweilte sich.
Inzwischen geht es den Mädels wieder besser als den Verzieherinnen. Sie haben den ganzen Tag geschlafen und sich ausgeruht und machten heute Abend einen sehr munteren Eindruck.
Nach einem tollen Abendgruppenspiel, bei dem die Kinder tatsächlich fast komplett ruhig waren und so der Eule Federn mopsen konnten, liegen heute alle zeitig im Bett.
Da werde ich jetzt auch hin verschwinden. Die Beobachtung des heutigen Besuches der Zahnfee werde ich wohl mal ausfallen lassen.

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Abend .

Schlaft gut und bitte nicht unsere neueste Sportart nachahmen. da müsst ihr dann nämlich Tantiemen zahlen.

Tschüssi Euer Otto

Wildwasser am Balaton

Hey Leute, hier mal wieda Gottlieb. Da meen Kumpel olle Otto heute den lieben Paule zum Flugzeug jebracht hat (Wiedersehens-Schnüff), darf icke euch heute üba den Tach berichten.
Schon letzte Nacht war ja een mordsmäßig heftiget Jewitter. Die Verziehers hatten ja een bisschen Angst vor janz viele heulende Kindas, aber – oh Wunder – die schliefen alle tief und fest trotz Wetterleuchten und Donner. Und so setzte sich ditt Wetter heute ooch üba den janzen Tag fort. Immer wieder Regen, mal mehr, mal weniger und nur zwischendurch für een paar Stunden von oben trocken. Also hieß es die Zeit jut zu nutzen. Bei einem Rejenloch vor dem Mittag wurde das Federballturnier bejonnen und einige der Jungs probierten die Rutschfestigkeit des nassen Bolzplatzes aus. So wie sie danach aussahen, muss aber eher Schmierseife verteilt jewesen sein.
Dann troppte es wieder mal lange Zeit von oben und wir flüchteten alle unters Dach. Jottseidank haben wir so kreatiwe Verziehers, die uns ooch dann noch jut beschäftigten: Erstmal jabs lecker Mittag, dann wurden Säckchen und Nachttischlampen jebastelt und zeitgleich startete datt langersehnte Tischtennisturnier. Nur Zweie vermissten ditt Baden im Balaton so dolle (darunter Kulle), datt sie lieber im Rejen rumrannten und wild in den Pfützen planschten. Ditt hatte watt von Safari oder so ner Dokuh mit wilde Raubtiere und planschende Nilpferde. Verzieher Thommy hat sie dann erstmal duschen jeschickt. Ick sach ma: In Pfützen rumhüpfen is ja für so nen Vollsportprofi wie mich eher Larifari, dafür riskiere icke nich nen Schnuppen.
Ach übrijens, weil Grütti nach dem Radio-Dingens jefragt hat: Annes is heute ständig rumjerannt und hat Wasser aufjenommen. Pfützenjeplätscher, Balatonwellen und kaputte Dachrinnen. Schon een bisschen komisch, die Radiofritzen. Vielleicht machen die noch nen Spott über Inkontinenz oder so, aber bei uns hat es noch keen Kind ins Bett plätschern lassen…
Aba zurück zum Tajesprogramm: Am Nachmittag hat uns dann gleich ditt nächste Jeburtstagskind, so nen Oberschlaua, für den wir alle schon früh jesungen hatten, Kuchen präsentiert. War oberlecka und es jab noch Kaukau zu trinken und dann für die Zuspätkommers und Vielfraße noch Schrippen mit lecka süß. Nur ditt Jeburtstachskind muss die janze Uffregung wejen Jeburtstag etwas übafordert haben, so dass er een bisschen schwächelte. Macht nüscht, den kriejen die Verziehers och wieder hin, wie die janzen anderen. Alljemein, liebe Mamas und Papas, sind wieda alle uffm Damm!
Nach dem Abendbrot, haben wir dann heute noch een spannendes Kartenspiel mit viel Jekreische jespielt. Dabei saßen alle im Kreis und imma wenn die eijene Kartenfarbe aufjerufen wurde, hieß es eins nach rechts rücken – ejal wie viele da schon saßen. Ick sach euch: Mit Kulle, Schwester Agnes und noch zwee andere Monstas uff dem Schoß habe ick schon fiebahaft über die Telefonnummer von meene Ortopäde nachjedacht. Jing aba am Ende doch wieda und och bei alle anderen.
Nun haben uns die Verzieher alle ins Bett jeschickt, hoffen wohl, datt wir schlafen. Bin irjendwie ooch schon recht müde. Aba morjen müssen olle Otto und ich uff jeden Fall mal nach die neuen unjarischen Mädels schauen, die heute anjekommen sind. Meen Scharm wird da voll jebraucht. Deshalb will icke jetzt mal Schlussmachen, Aujenringe sind nich so wirklich säksi.

Jute Nacht! Euer Schläfer Gottlieb

Wozu sind Ausschlaftage da?

Jò estèd alle Ihr da zu hause!!!

Die lieben Kleinen und Großen hatten sich ganz sehr einen Ausschlaftag gewünscht. Und da die Verzieher Kumpels sind, war dieser für heute auf dem Programm.
Aber nun stellt euch mal vor, es ist Ausschlaftag und kaum einer macht mit…Aber dazu später.
Auf meinem nachmitternächtlichen Recherchegang für meine Exklusivstory heute habe ich nämlich schon eine Menge erlebt und beobachtet. Um 2.39 Uhr wurde meine Neugier von lautem Bummern gegen eine Tür geweckt. Ich also raus, dachte, die Zahnfee hätte sich weh getan bei ihrem neuesten Besuch, aber weit gefehlt.
Schwester Agnes hüpfte im Schlafanzug mit Schrubber und Eimer über den Flur. Bei einigen Mädels, die bei der Disco viele Chips gefuttert hatten und diese dann auch noch mit noch mehr Himbeerlimo schwimmen lassen wollten (vorher hatten sie auch noch Melone gegessen), wollten die Chips und die Limo unbedingt einmal ihren edlen Spendern ins Gesicht sehen. Das war ihnen auch mit großem Erfolg gelungen.
Irgendwann war dann aber alles wieder sauber, die Kinder schliefen weiter und Schwester Agnes fiel in ihr Bett. Sie hatte ja die Hoffnung, dass sie bis zum Mittag schlafen kann.
Mein Kumpel Paule sagt immer, dass die Hoffnung zuletzt stirbt. Aber ich wusste bereits vorher was passieren würde. Bin ja ein langjähriger Ferienlagerfahrer.
Bis auf 4 Kinder sind alle von ganz allein und ohne Wecken zur normalen Frühstückszeit aufgestanden. Die 3 Mädels, die noch ihre nächtliche Party abarbeiten wollten, hatten alle Hände voll zu tun, um alle Mäuler satt zu bekommen.
Besonders schwierig gestaltete sich die Sättigung von olle Kulle. Seit einigen Tagen gibt es nämlich immer leckere ungarische wirsli zum Frühstück. Da kann sich der Knabe nicht zurückhalten und alle haben zu tun, auch etwas davon ab zubekommen. So 8 bis 12 Teile schafft er schon mal. Selbstverständlich mit Brötchen dazu. Aber heute waren es dann wohl doch zu viele. Ihm war den ganzen Nachmittag schlecht und er hatte nicht mal Appetit auf die leckersten Geburtstagswaffeln, die ihr euch denken könnt. Ja, ihr habt richtig gelesen. Unsere Jüngste wurde heute 8 und alle sangen ein Geburtstagsständchen am Strand für sie.
Wir haben den ganzen Tag fleißig weiter in den unterschiedlichsten Turnieren um Qualifikationen und Siege gekämpft und uns im Balaton abgekühlt, naja, zumindest so getan.
Gegen Abend gingen dann wieder alle Warnleuchten rings um den Balaton an und gerade jetzt in diesem Augenblick beginnt es heftig zu gewittern. Die ersten kleinen Angshasen stehen schon bei den Verziehern in der Tür und ich werde ihnen mal helfen gehen..

Bis morgen.

Euer Otto

Ein Ruhetag, der es in sich hatte

Meine herzallerliebsten Freundinnen und Freunde,

man mag ja glauben, dass an einem Ruhetag nicht allzu viel Berichtenswertes geschieht. Aber weit gefehlt. An solchen Tagen kommt es meist besonders dicke.
Aber mal wieder der Reihe nach.
In den ganz frühen Morgenstunden war die Zahnfee wieder unterwegs. Der verlorene Schneidezahn bei unserem kleinen Schussel wurde gegen eine Überraschung ausgetauscht. Aber, die Fee ist total enttäuscht, er hat es bisher noch gar nicht bemerkt. Also ehrlich mal, ich hätte das 100000%ig sofort bemerkt, aber meine Milchzähne sind leider schon alle raus.
Der Vormittag begann ganz ruhig mit Frühstück und anschließendem Zimmer aufräumen. Alle wollen den Wettbewerb um den Titel „Puppenstube des Jahres“ gewinnen. Oder fast alle.
Dann gingen die Wettbewerbe im BAOBAO und Uno weiter und natürlich waren wir auch wieder baden. Das Wasser hat inzwischen 28 Grad und am liebsten würden wir überhaupt nicht mehr raus gehen.
Mittags verabschiedete sich Mimmi von uns, sie musste wieder nach Hause und ließ einen ziemlich betrübten Annes zurück. Der tröstete sich dann aber ziemlich schnell am Schachbrett, in dem er ab und zu auch mal die Dame in die Hand nehmen konnte.
Am Nachmittag fingen dann die Warnlichter rund um den Balaton an zu blinken. Alte Ferienlagerhasen wissen, das heißt Gewitter und zumindest starker Wind im Anmarsch. Es war aber kein einziges Wölkchen zu entdecken. Wir futterten also bei der Vesper unzählige Brötchen, die Angela und Sigi mit Dings (szilvalekvar) und Bums (vegyes gyülmölcslekvar) und Streifenhörnchen (mogyoroskrem) liebevoll und auf Zuruf beschmierten. Zu diesem Zeitpunkt beratschlagten die Mädels schon, was sie zur Disco heute Abend so anziehen sollten und wie viel Zeit sie überhaupt für die Vorbereitung benötigen würden.
Unsere zwei Grazien, von denen ich bereits einmal berichtete, riskierten bei ihren Flirtereien mit den ungarischen Jungen im Wasser die Entstehung von Schwimhäuten. Aber Sigi hat das zum Glück vor dem Abendessen noch einmal genauestens kontrolliert. Liebe Eltern, ihr müsst euch nicht sorgen. Noch ist alles in Ordnung mit Händen und Füßen.
Pünktlich mit Discobeginn entlud sich dann auch das erste Balatongewitter diesen Jahres. Viel Abkühlung hat es bisher nicht gebracht, dafür aber bei einigen Kindern Kopfweh. Schwester Agnes war in ihrem Element und alle Betroffenen wurden liebevoll und fachfraulich versorgt. Und da morgen sowieso Ausschlaftag für fast alle ist, werden sie bestimmt ausgeruht und frisch und munter wieder an weiteren Erlebnissen teilhaben können.
Während ich hier für euch schreibe, tobt unten im Gruppenraum eine heiße Party mit Musik von DJ Lockey und zur Stärkung gibt es Chips und leckere Himbeerlimo. Ich werde jetzt auch mal wieder zur Party flitzen. Sonst schnappen mir die anderen Jungs noch die Tanzpartnerinnen weg. Habe mir von meinem Kumpel Emmerich einige ultimative Tricks, sprich Tanzschritte zeigen lassen, die die Mädchenwelt zum Schmelzen bringen soll. Bin ja gespannt, ob das bei mir funktioniert. Bei Emmerich klappt das nämlich leider auch nur theoretisch.
Ich werde euch morgen weiter berichten.

Tschüssi also und wünscht mir mal Glück bei der Freundinsuche.

Euer Otto

Von nächtlichem Treben und kleinen Wundern

Liebe Ihr alle da zu Hause in Berlin und Thüringen,

mein Kumpel Gottlieb hat mir mal einen Teil der Schreibarbeit abgenommen. Er will nämlich Sportreporter werden und übt hier schon mal für die Olympiade oder Weltmeisterschaft im Fußball.

Also, ich hatte mich ja von euch verabschiedet, um mich der Körperpflege hinzugeben. Wurde aber nichts draus. Jedenfalls nicht gleich. Eigenartige Geräusche erweckten meine Aufmerksamkeit. Und was ich da zu sehen bekam, konnte ich erst gar nicht glauben. Welcher coole Junge glaubt schon an die Zahnfee? Also ich bis gestern nicht. Aber jetzt… Ein überirdisch schönes Wesen mit Flügeln huschte über den Flur in das Zimmer einer kleinen zahnlosen Minka. Schwupps war eine Überraschung gegen den verlorenen Zahn ausgetauscht und schon war es vorbei. Aber Otto hat ja ne total taffe Kumpeline. Emmili hat gleich mal das Handy gezückt und gefilmt und weil ihr mir die Geschichte bestimmt nicht glauben werdet, hat meine Freundin Sanne den Auftrag, das Filmchen auf unserer facebookseite zu veröffentlichen.
Übrigens hat die Dame heute wieder bei uns zu tun. Diesmal hat ein Schneidezahn am Strand ausgewackelt und bei einigen anderen Kids wackeln auch schon die Beißerchen. Die Fee wird sich noch bedanken für die viele Arbeit.
Nun dachte ich natürlich, Otto kannst den Überraschungsschweiß gleich mit abduschen, aber weit gefehlt. Aus einem Mädchenzimmer erklang lautes Gegacker und Gequietsche. Sigi kam die Treppe hoch und ich konnte von meinem Versteck aus sehen, wie sie freundlich aber bestimmt 3 kleine, sonst meist schlecht gelaunte und müde Mädchen in ihr Zimmer schickte. Sie wollten sicher nur austesten, ob der Name der Großen wirklich hält was er verspricht. Ihr erinnert euch? Ich sage nur berühmte Musikgruppe. Naja, der Eintrittspreis zu Klubpartys ist ziemlich hoch und so wurde ihnen beim Frühstück die Rechnung präsentiert.
Nun dürfen sie gemeinnütziges für uns tun. Wir brauchen die nächsen 2 Mahlzeiten unser Geschirr nicht wegräumen, das übernehmen 2 der Mädels und die anderen 3 sind am Sonntag zum Ausschlaftag so lieb und machen für alle anderen unter fachkundiger Anleitung das Frühstück.
Aber danach bin ich dann doch noch zum Duftwechsel gekommen und konnte zwar müde aber voller Elan den Freitag starten.
Vom Fußball habt ihr schon gelesen. Deshalb den Rest nun kurz und knapp.
Die Kinder sind jetzt je nach Lust und Laune auch richtige Radioreporter. Sie pirschen sich überall im Ferienlager an und machen Aufnahmen. Schade, dass mich noch keiner von ihnen interviewt hat.
Es wurde heute viel gebastelt, gemalt und natürlich gebadet. Die Temperaturen stiegen wieder fast bis auf 40 Grad. da ist es im Wasser sowieso am gemütlichsten.
Gegen Abend verschwanden dann plötzlich Emmili und Gottlieb mit Paule. Emmili hatte sich auch ziemlich aufgehübscht, mit Glitzer und so. Nur ihre megageilen Glitzerhighheels konnte sie nicht anziehen. Tja liebe Mamas und Omas zu hause, auch Mädels haben schon mit geschwollenen Füßen zu tun und deshalb musste sie mit ihren Elefantenfüßen in Birkenstock von dannen ziehen. Denke mir aber, dass beim Flirten nicht sofort oder gar nicht auf selbige geschaut wird.
Wir anderen spielten heute nach dem Abendessen noch „schwache Maus“. Ich kann euch sagen, ein voll tolles Fangespiel. Wir wollten am liebsten überhaupt nicht mehr aufhören.
Ich mache mich jetzt aber mal auf den Weg zu weiteren Recherchen. es gibt nämlich weitere Annäherungsversuche in der Mittelalterklasse. Will schließlich für euch nichts verpassen.

Schlaft mal gut. Gute Nacht. Und träumt was schönes.

Euer Otto

PS: Anmerkung zum Kommentar von einer gewissen Susi
Klar bin ich auch geklettert. Ich bin schon fast ein Profi. Zumindest in der Theorie.

Tor! Tor! TOR!

Liebe Leute, hier Sportsfreund und -reporter Gottlieb! Bevor olle Otto euch mit brandheiße Njus und Fäkts versorgt (ick sage nur: Nachtparties mit positivem Ausjang für alle Nicht-Feiernden, usw), will icke euch von unserem ersten jroßen Sport-Iwent berichten.

Unsere Kindaz durften heute früh nämlich ins Fußballturnier starten. Drei jemischte Tiems mit je sechs Spielers durften sich unter der Anleitung und Trillerbepfeifung von Verzieher Kevin und Thommy uff dem frisch anjelegten Rasenplatz (wejen die Verletzungsjefahr nicht uff Beton) die Bälle um die Ohren ballern. Dabei jab es wirklich tolle Tiem- und Einzelleistungen und die Emotionen von die janzen Zuschauers kochten ooch ordentlich hoch. Am Ende konnten dann folgende Erjebnisse fameldet werden:

Die Nikes vs. Die Gummibärenbande: 4 zu 1
Die Nikes vs. FC Hoolsdorf: 4 zu 0
FC Hoolsdorf vs. Die Gummibärenbande: 0 zu 6

Ooch wenn ditt sich zunächst mal sehr deutlich liest, so waren so manche Spiele doch oftmals viel knapper als das Erjebnis und fast alle strampelten sich für die Mitspielas ab und jaben allet. Lobenswert übrijens ooch die hohe Färness: Jefault wurde janz wenig und Schwester Agnes als Sani musste nur einmal bei nem unabsichtlichen Jesichts-Kopfball anrücken. Aba zur Beruhijung von die Zurück- und Zuhausejebliebenen: Der „Kleene Prinz“ konnte nach kurzer Intensivpflege direkt wieda einsteigen und sein Tiem voll supporten! Käppi ab für solchen Einsatz!

Also icke war uff jeden Fall foll fertig nach dem janzen Jerenne und Jebrülle mit die Nervens. Aba Sportreporter wäre ooch watt für mich. So mit die Emotionen unso. Und trotz anjesetzta Trinkpausen jing ditt ooch den anderen allen so und da war es voll jut, dass der Balaton gleich in der Nähe lag. Aber zum Planschen und Baden und restlichen Tag gebe ich jetzt zurück ins Studio, zu Blog-Cefredakteur Olle Otto!

Euer Sporti Gottlieb

PS: Emmerich, du olle Streber, früher jabs für sowatt Klassenkeile! wink

Von hohen Höhen und tiefen Tiefen

Einen wunderschönen Abend meine lieben Freunde,

hier meldet sich ein völlig durchgeschwitzter und dick und rund gefutterter Otto. Will gleich noch vor dem Duschen schreiben, sonst spüle ich womöglich mit dem Wasser noch all meine tollen Gedanken aus dem Kopf.
Erst einmal wieder ein Dankeschön für eure lieben und ausführlichen Kommentare. So viel Lob macht mich fast ein bisschen verlegen. Aber liebe Erziehungsberechtigte, seit Jahren sind die „Ottokars“ so lieb und versenden mein Tagebuch gemeinsam mit einer CD voller Fotos an alle Ferienlagerkids.

Nun aber wieder zu aktuellen Neuigkeiten hier aus dem Land der Magyaren.
Gut ausgeschlafen und mit ausreichend Wasser und Weg- und Kraftfutter an Bord begann unser Tagesausflug nach Balatonfüzfö in den kalandpark. Jetzt werdet ihr sicher fragen was ist das denn? Bei uns sagt man dazu Kletterpark. Der Busfahrer wollte Kilometer sparen und verplemperte damit unsere ach so kostbare Ferienzeit . Über die Autobahn wäre es viel schneller gegangen, aber so umrundeten wir einen großen Teil des Süd – und das gesamte Ostufer. Die Schaukelei vertragen ja nicht alle und die Verzieher Angela und Tommi hatten ein wenig mit dem Aufhalten und Festhalten von Plastetüten zu tun. Zum Glück wiederholte sich das aber bei all den anderen gefahrenen Kilometern nicht nochmal.
Das Thermometer zeigte 39 Grad im Schatten als wir endlich unser Ziel erreichten. Klar, bei kühleren Temperaturen kann ja jeder klettern. Nur die ganz starken Typen trauen sich das bei tropischem Wetter. Der große Vorteil, wir mussten gar nicht lange warten und los ging es. Paule hatte im Schatten ein Basislager mit all unseren Vorräten eingerichtet. Also wie bei den richtigen Kletterern im Hochgebirge.
Bis auf zwei der großen Grazien wollten auch alle Kids teilnehmen. Schnell waren die Gruppen nach Schwierigkeitsgraden, Klettererfahrung und Körpergrößen eingeteilt und ab auf die Seile.Also ich muss schon sagen, bei uns schlummern richtige Talente. Die meisten haben bis zu 2 Stunden Kraft und viel Schweiß investiert, um alle Hindernisse zu bewältigen. Einige haben es auch nicht ganz geschafft und wurden dann von einem richtigen Profi abgeseilt. Mann der konnte klettern wie ein Affe. Ob ich vielleicht auch sowas werden kann? Muss mal in Ruhe drüber nachdenken. Aber nicht das ihr jetzt denkt, dass irgendein Kind gehänselt oder ausgelacht wurde. Im Gegenteil, die Kids feuerten sich gegenseitig an und nahmen sich trotz total verschwitzter Klamotten tröstend in die Arme. EH Emmerich, da konnte ich auch mal richtig den Tröster geben und die Mädels in den Armen halten.
Nach einer kurzen Pause sausten dann alle die 80 m Seilbahn runter und vor allem die kleineren Helden bezwangen dann noch den Kletterfelsen. Die älteren hatten dazu keinen Bock mehr und meinem Kumpel Kulle fehlte angeblich die Kraft nach der Anstrengung vorher. Ich denke aber eher, er wollte sich nicht vor den Mädels blamieren, vor allem vor Schwester Agnes, die hatte nämlich schon die ganze Zeit gestichelt.
Apropos Schwester Agnes. Au weia Leute, Otto muss sich noch entschuldigen. Habe doch gestern vermutet, dass Unsere Agnes flirten will, hat ihr Macker zu hause gelesen und gleich gemeckert und mit Scheidung gedroht. Tut mir echt mal leid. Aber es ist nur meine Vermutung gewesen.
Nochmal zum Aufenthalt im Kalandpark. Der krönende Abschluss war die ultimative Fahrt mit der Sommerbobbahn. Einige investierten sogar noch ein bisschen von ihrem Taschengeld, um den Geschwindigkeitsrausch ein zweites Mal zu erleben. Aber vielleicht wollten sie ja auch im Fahrtwind nur ihre Klamotten trocknen.
Pünktlich zur vereinbarten Zeit holte uns unser Bus ab und die Fahrt ging weiter am Nordufer des Balaton in Richtung Westen. Unser Ziel: Èszterhàzi Pince!!! in Szigliget. Ja, ja, Emmerich, Grütti, Sanne und alle meine Freunde zu hause. Unser Lieblingskeller war unser Ziel und im ältesten Weinkeller des Balaton bei schönen kühlen Temperaturen schmeckten uns all die köstlichen ungarischen Spezialitäten besonders gut. Mindesten 50 l Bodza haben wir ausgetrunken und von all der leckeren Leberwurst, der Salami, dem Schinken und den tepertö blieb nicht allzu viel übrig.
Glücklich, satt und zufrieden traten wir dann die Heimfahrt an und wir waren alle so entspannt, dass es auch keinen Kotztütenalarm geben musste. ich sage ja immer, alles nur die Psyche…
Nun liegen alle geduscht und gut riechend in ihren Betten und die meisten schlafen schon tief und fest. Ich will jetzt auch mal was für die Verbesserung meines Körperduftes tun. Und wer weiß, vielleicht erfahre ich ja unterwegs noch was neues.
Gute Nacht ès jò aludni.

Euer Otto

Ps: Wir haben heute erstmals in Ottokars Ferienlagergeschichte an einem tag den gesamten Balaton umrundet.

Auf die Boote, fertig, los!!!

Jò estèd ,

oh männo, ich bin ja heute mal total geschafft. Der Tag hatte es mal wieder in sich, aber erst mal was zu den Kommentaren.
Lieber Wolfgang, klar, der törpe ist 11 geworden. Habe mich nur mal vertippt. Kann einem bei der Sonnenglut schon passieren, dass das Denkzentrum aussetzt. Aber ganz ehrlich, bei einer Zugkontrolle würde er auch für 8 durchgehen.
Und mein lieber Emmerich, du Schleimer und Streber. Ich habe es nicht nötig, mich bei meiner Lehrerin einzukratzen. Bin doch noch ganz knusper an der Waffel. Wer betritt denn in den Ferien freiwillig ein Klassenzimmer?

Aber nun zu unseren heutigen Erlebnissen.
Der Tag begann, oh welch eine Überraschung mit viel Sonnenschein, der über den Tag immer heißer wurde. Und da unsere Verzieher das voraus geahnt hatten, hatten sie gut vorgesorgt.
Heute ging es zum Segeln nach Fonyòd und auf solchen Booten gibt es bekanntlich kaum ein schattiges Fleckchen. Also kontrollierten sie gleich mal bei allen Kids, ob sie auch Kopfbedeckung, Handtuch, Trinkflasche und Sonnencreme dabei hatten. Das passte dem einen oder anderen überhaupt nicht, aber vermutlich waren sie hinterher sehr dankbar für diese Fürsorge.
Paule hatte im Auftrag von Sigi gleich mal 100 Flaschen Wasser besorgt und gemeinsam mit olle Knuti zum Lagerplatz am Yachthafen gebracht. Auch Spiele, Sportgeräte und Schattenspender (Sonnenschirme) waren vor Ort als wir nach einer Zugfahrt im Yachthafen ankamen.
4 Boote lagen bereit und die Skipper warteten bereits auf uns. Alle Verzieher begaben sich mit ihren Schützlingen an Bord. Und da nicht 40 Kinderlein drauf passten, durften sie sogar 2 Touren fahren. Also ich überlege mir das auch noch, ob ich nicht, wenn ich dann mal groß bin, als Verzieher mitfahren möchte. Die Segeltour war absolut supi, wir durften selbst mal lenken und mit Kapitänsmütze machte das besonderen Spaß. Und wir durften von den Booten aus ins Wasser hüpfen. Endlich mal richtig schwimmen! Aber oh Schreck, einige hatten mal wieder sehr sonderbare Begegnungen. Sie hatten ganz leichte Zusammenstöße mit den Seekühen und Seekatzen. zum Glück ist keiner von uns zu Schaden gekommen. Aber vermutlich muss ein anderer Urlauber zu tief getaucht sein und hat sie in ihrer Ruhe gestört. vermute ich mal. Denn plötzlich kam ein Rettungshubschrauber und landete direkt bei uns auf der Wiese. Wir Kinder wollten natürlich gerne gucken, auch Emmili war total neugierig, aber die Verzieher meinten dann, dass gaffen nicht so cool wäre.
Also machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof. 50 % der Kinder und alle Verzieher hatten noch nichts gegessen, weil der Gasherd in der Langosküche der Hitze nicht mehr standgehalten hatte. Sie bekamen ihr Futter dann in Fenyves und kamen satt und zufrieden im Camp wieder an. Alle anderen hatten sich vorher schon den Bauch voll gefuttert Am meisten mit kechupus-sajtos langos.
Dann kam wieder baden gehen und schon war der Tag rum und es hieß auf zum Essen. Lecker Gulasch mit Nudeln, alle haben gut gegessen. Nur Kulle, Schwester Agnes und Paule nicht. Die waren bei einem Freund von Sigi zum Essen eingeladen. Schwester Agnes hat sich dafür ordentlich in Schale geworfen. Ob sie da auch mal flirten wollte?
Nach dem essen haben wir dann wieder gemeinsam gespielt und rumgetobt. Unsere Radioleute kommen dabei auch ganz schön ins Schwitzen. Sie rennen nämlich immer mit ihren Geräten mit und wollen nichts verpassen. Sogar zu den ersten dates am Ufer des Balaton schlichen sie mit ihren Aufnahmesets.
Ja, ihr habt richtig gelesen. So langsam geht es mit der Flirterei voran. Wurde ja auch Zeit. Am besten darin sind 2 Mädels, die sich schon aus dem vergangenen Jahr kennen. Eine Berlinerin und eine Sonnebergerin treffen ihre Schwärme am Ufer und denken, wir kriegen das nicht mit. Aber da kennen sie eben Gottlieb, Kulle und mich nicht. Wir kriegen alles raus. Habe ja Verständnis, nur eines verstehe ich nicht. Warum gehen Mädels genau dahin, wo die meisten Mücken sind? Und warum können sie ihr Herz nicht für uns erwärmen?
Werden wir uns wohl noch einmal beratschlagen müssen. Olle Paule hat bestimmt einen Tipp für uns, der prahlt nämlich immer mit seinen Erfahrungen.

So liebe Leute. Schluss für heute. (Oh jetzt dichte ich sogar).
Morgen gibt es einen weiteren Höhepunkt mit großen Höhen und tiefen Tiefen zu meistern. Aber dazu morgen Abend mehr.

Tschüssi und Jò èszerkàt.
Euer Otto

Die große Hitze hat ungeahnte Folgen

Guten Abend alle meine lieben Leute,

der Tag heute hat es tatsächlich geschafft, noch heißer zu sein als die vergangenen Tage. Das vertragen ja nicht alle Kinder gleich gut und da schien sich an der einen oder anderen Stelle ein Gewitter anzubahnen. Aber ich will mal lieber die Reihenfolge einhalten, sonst vergesse ich womöglich noch hoch wichtige Infos für die lieben Erziehungsberechtigten zu Hause.
Der Morgen begann mit schaurig schönem Gesang, denn heute gab es das erste Geburtstagskind zu bejubeln. Der kleine törpe aus Erfurt wurde doch tatsächlich schon 10 Jahre alt. Über unseren Gesang hat er sich fast genauso gefreut wie über das Geschenk. Hat vor lauter Peinlichkeit, so im Mittelpunkt zu stehen, doch tatsächlich eine rote Birne bekommen.
Zur Feier des Tages durfte er beim vormittäglichen Fotoshooting am Balaton gleich als erster vor die Kamera treten. Ihr seht, hier gibt es nicht nur Ton- , sondern auch Bildkünstler und da die Mittagspause dazu genutzt wurde, die in Postkarten gedruckten Kunstwerke zu schreiben, werdet ihr bald in den Genuss dieser Teile kommen. Aber ehrlich, falls die eine oder andere Karte nicht ankommen sollte, liegt das nicht an der ungarischen Post. Manche Kinder wissen einfach nicht wo sie wohnen….;-) bzw. haben schon eine stark ausgeprägte Doktorschrift.
Natürlich waren wir zwischendurch auch wieder im Wasser. Aber es will uns einfach nicht gelingen, die Temperatur des Wassers zu verringern.
In der Mittagspause, wir müssen da nicht schlafen oder so, sondern sollen nur nicht in der Sonne sein, hatte die Verzieherin Angela ein unschlagbares Bastelangebot. Selbst die ach so coolen Jungen bastelten fleißig mit. Ihr werdet staunen, wie toll die Nachttisch- bzw. Wandlampen aus alten CDs und buntem Papier aussehen. Selbst an die kleinen Lämpchen hat sie gedacht. Da werden wir heute Nacht wohl vor lauter Lichtern in den Räumen vom Perseidenregen nicht allzu viel mitbekommen.
Und dann liebe Leute hat sich die altbekannte Theorie, dass Wärme die Hormone ankurbelt, tatsächlich bewahrheitet. Bis gestern gab es Null Interesse am anderen Geschlecht, außer bei mir natürlich, und heute wurde plötzlich gebaggert was das Zeug hält. In Ermangelung von jungen knackigen Typen (ich natürlich ausgenommen) haben sich doch 2 von den größeren Mädels glatt im Flirten mit dem Verzieher Kevin versucht. Der Ärmste wusste gar nicht wie ihm geschah. Und das schlimmste für ihn dabei war dann die Nachmittagsaktion der beiden Hübschen. Er hat so ein cooles pinkes Basecape und was soll ich euch sagen, die Farbe missfiel den den Damen und kurzerhand kauften sie für ihn ein stinklangweiliges Teil als Geschenk.Was soll der arme Kerl jetzt bloß tun? Hat einer von euch ne Idee?
Und dann sind die ersten Flirtversuche zwischen anderen Kurzbeinigen zu beobachten. Werde es mal im Auge behalten und später berichten.
Aber auch Streit und Zankerei blieb heute das erste mal nicht ganz aus. Der beschränkte sich aber auf ein Zimmer der Berliner Mädchen. Eine Zicke nannte eine andere Zicke Zicke… und so weiter. Also kein wirklicher Grund zur Besorgnis.

Ab heute beginnen nun auch sämtliche Turniere. Der Andrang zur Teilnahme ist riesig. Allein beim BAO BAO haben sich mehr als die Hälfte aller Kids angemeldet. Das Steinegeklapper nimmt kein Ende mehr. Einige konnten sich kaum von den Spielbrettern lösen, um am Grillabend teilzunehmen. Paule hatte trotz der großen Hitze den Job des Grillmeisters übernommen. Vorher war er noch ein absoluter Kumpel und hat für die Vegetarier hier Gemüsespieße vorbereitet.

Vor dem Schlafengehen war noch Rucksackpacken angesagt. Morgen gibt es den ersten Ausflug. Werde euch natürlich darüber berichten. Bei mir hat die Sonne heute auch Spuren hinterlassen. Bin doch tatsächlich mal müde.
Schleiche mich ins Bett. Füße waschen lasse ich heute mal ausfallen, wird schon keiner bemerken.

Tschüssi euer Otto

PS: TTipp für das Wasserverbrauchsrätsel. Heute hatten wir bereits 181,5 l Wasser ausgetrunken.

Was ist denn hier los? Wo bleibt der Stress?

Jó estèd baratok ès baratnök wink

Ihr merkt, ich qualifiziere mich langsam zum Simultanübersetzer! Habe schon einige Sachen für die Kids hier gedolmetscht. Zum Beispiel beim Eis und Süßigkeiten einkaufen. Das Taschengeld muss ja schließlich unter die Leute gebracht werden.
Aber mal der Reihe nach. Gestern Abend tönten einige, dass sie überhaupt nicht müde wären. Aber alle haben tief und fest geschlafen. Besonders die Mädels. Naja, sie brauchen ihren Schönheitsschlaf, Das ist bei uns Jungen nicht so erforderlich. Deshalb turnten die jüngeren von uns auch schon vor halb 7 auf dem Flur herum. Die Verzieher Tommi und Kevin fielen fast aus ihren Betten. Weckzeit ist schließlich um 8 Uhr und sie wollten wohl noch einige ruhige Minuten haben. Haben sie auch bekommen, die Jungs wurden nämlich zurück ins Bett geschickt. Und wenn der freche Paule nicht gewesen wäre, hätte es tatsächlich ein ganz ruhiger Morgentee werden können. wink Aber Paule nervte gleich mal mit vielen Fragen.
Die Zeit am Vormittag verging extrem schnell, wir waren baden, was bei 36 Grad wohl eine weise Entscheidung war. Und dann wählten wir noch die Zimmerordnungkontrollkommission (cooles Wort für Galgen raten). Die Mädchen wählten eine Vertreterin, deren Namen ich noch nicht so richtig verstanden habe, hörte sich irgendwie wie eine berühmte Musikgruppe an. Ob sie auch so toll singen kann? Die Jungen entschieden sich fast einstimmig für den Wortkünstler und Dichter aus dem Süden unseres Heimatlandes. Begleitet werden sie Annes, er darf sie unterstützen, damit er für zu hause auch mal lernt, was Ordnung ist, meinte seine Freundin Mimmi.
In der Mittagspause dann war unser künstlerisches Talent gefragt. Alle hatten den Auftrag ein Türschild für die Zimmerbewohner zu gestalten. Klar haben wir das gemacht, schließlich müssen wir ja die älteren Herrschaften ein wenig unterstützen. Mit zunehmendem Alter soll ja das Namensgedächtnis deutlich nachlassen. Und wer möchte schon mit anderen verwechselt werden?
Am Nachmittag dann gingen einige in die Stadt zum Jungen und Mädchen gucken oder aber auch nur zum shoppen. Hier sind nämlich total figurbewusste Leute dabei. Sie essen für alle anderen die Chips mit, damit die sich nicht ihre Bikinifigur versauen.
Die anderen betätigten sich sportlich und versuchten, die Wassertemperatur mit ihren Körpern ein wenig abzukühlen. Zwischendurch gab es zur Stärkung am Strand mit viel Liebe geschmierte Vesperbrote mit Streifenhörnchen und sàrgabaracklekvàr. Also 4kg Brot wurden von Angela und Sigi an uns alle verfüttert. smile
Und dann klappern den ganzen Tag und Abend die BAO BAO Steine. Das Turnier steht bei der Mehrheit der Kinder auf Platz 1. Ich habe mich mal lieber nicht eingetragen. Da hat ja dann keiner eine Chance.
Der Abend verlief total ruhig und friedlich. Wir werden uns wohl bald mal was einfallen lassen müssen, damit die Verzieher sich nicht anfangen zu langweilen.
Ha, da fällt mir doch noch ein, was ich durch Zufall erfahren habe. Beim Verzieher Tommi klingelte das Handy und sein Vermieter war dran und meinte, er soll doch mal schnell nach Hause kommen, es gibt einen Wasserrohrbruch. Pech sage ich da nur. Habe ihm vorgeschlagen, mit den Jungs gemeinsam Fische im Balaton zu keschern. Die kann er dann in seiner Wohnung aussetzen und mit dem großen Aquarium Geld verdienen.

Werde mich jetzt auf den Weg zum Erkunden neuester Neuigkeiten machen. Mal hören, was sich so noch ereignet hat. Stellt euch mal vor, habe bisher noch kein einziges Liebespaar entdeckt. Da ist doch was faul.

Also bis denne.
Schlaft gut. Bis morgen euer kedves Otto

Der Anfang ist geschafft

Jò estèd meine lieben Freunde,

möchte mich erst einmal bei meiner titkarnö Bella bedanken, dass sie für die neugierigen Eltern gleich mal mitgeteilt hat, dass alle pünktlich und wohlbehalten hier angekommen sind. Kinderchen, ihr glaubt ja gar nicht, wie alle die Busfahrer gelobt haben. So was habe ich ja noch niemals gehört. Und ich habe das Dreamteam verpasst. Aber gut, eventuell kommt ja einer von den beiden nochmal zum Abholen wieder, dann werde ich ihn genauer unter die Lupe nehmen.
Ich kann euch sagen, Lob haben auch die fleißigen Putzfrauen verdient. Ganz schnell konnten wir in unsere Zimmer einziehen, obwohl die vorige Gruppe erst um 9 Uhr ihre Koffer rausgeräumt hatten. Die Zimmereinteilung brachte wider Erwarten keine Probleme, hoffen wir mal, dass es auch so bleibt und wir nicht in den nächsten Tagen wieder vor allem bei den Mädchen die ach so winzigen Koffer schleppen dürfen.
Also, ich habe ja nur ganz wenig Gepäck dabei, was braucht ein richtiger Jungen denn schon, aber so manch ein Koffer, ich will hier mal nur den von Schwester Agnes erwähnen, hinterlässt den Eindruck, als ob die Eigentümerinnen bis mindestens Weihnachten hier bleiben wollen.
Übrigens hat olle Paule ganz fleißig geholfen, diese Monster die Treppen rauf zu schleppen. Ob er sich bei den Mädels einschleimen will?
Bis zum Abend waren übrigens noch 124 Leute aus Thüringen hier. Ich hatte ja ein bisschen Sorge, dass es bei sooo vielen Kindern und Jugendlichen Stress geben würde, aber der Tag verlief ganz friedlich. Wir waren die meiste Zeit am und im Wasser, haben mehrere Kilo uborka, paradiccsom, körte, szilva verspeist, von den leckeren Broten nicht zu reden. Dann wurde die „Stadt“ unsicher gemacht, Geld gewechselt und schon mal Ausschau nach potentiellem Material gehalten, für den Fall, dass man im Feriencamp nichts passendes findet. wink
Das Abendessen war dann genau der Geschmack der hungrigen Meute. Nudeln Bolognese, Tejfölös und saitos. da blieb kein noch so kleines Nudelchen übrig. Und ich petze jetzt mal was. Der Kulle hat doch glatt weg die Portion von Mimmi auch noch aufgefuttert. Erst hält er extra wegen der Mädchen im Ferienlager seit Monaten Diät und treibt Sport zur Muskelbildung, und? Ein Tag Balaton genügt und alle guten Vorsätze sind hin. Ich habe so einen Quatsch zum Glück nicht nötig.
Traditionell wurde nach dem Abendessen gemeinsam gespielt. Am meisten Spaß hat uns das kotzende Känguruh gemacht.
Naja, und dann war auch schon Schlafenszeit. Alle sind duschen gegangen. Einer ist übrigens ganz besonders clever. Der hat schon mal gar nicht erst Waschzeug und Zahnbürste mitgebracht, um keine Zeit mit solchen Nebensächlichkeiten zu verplempern. Aber Gottlieb kennt da ja nix, er hat für schnellen Ersatz gesorgt.
Jetzt schlafen alle tief und fest und ich werde dann auch mal an der Matratze horchen gehen. Sonst bin ich morgen nicht richtig fit und meine neuen Freunde Mimmi und Annes beginnen ihre Radioreportage womöglich noch ohne mich.

Ich wünsche allen supi Träume.
Jò Èszerkàt.

Euer Otto

Eine Busfahrt, die is‘ lustich…

Mensch, mensch, mensch – hier Gottlieb. Ick hab mir ja mal wieda inkochnieto nach Unjarn jeschmuggelt. Meen Freund Otto, der war ja schon da, der berichtet nachher noch von unserm ersten Tach, ick will nur mit ein paar wilden Eindrücken von die Busfahrt starten.

Also: War langweilich lol

Die janzen Kindas haben fein jeschlafen, alle außa mir, Hiero Gottlieb, natürlich. Vorneweg ham wir kuhle Filme jeguckt, so mit jezeichnete Fijuren (Pinjuine und Baymax und Home) und dann jings Licht aus und alle träumten mal mehr mal wenijer weg. Wie jesacht, außer mir natürlich. Gottlieb schläft NIE im Bus…komischerweise sagen ditt auch viele von die anderen Kindas immer, och wenn ick da janz andere Dinge jesehen hab, hehe.

Spannend wurde es dann noch ma janz kurz vor Schluss. In Slowenien hatte die Polimanzei die janze Autobahn jesperrt und kontrollierte die janzen Autos. Da bekam icke schon een bisschen ditt Bibbern – war icke ja inkochnieto an Bord. Aba zu unserem Glück hat der freundlichen Bullizist uns einfach nur durchjewunken. Schwein jehabt. So waren wir dann pünktlich um 10 Uhr am Balaton und den Rest könnta heute Abend bei meinem Kumpel Otto lesen. Ick sach jetze ma: Jute Nacht, muss mal een bisschen Schlaf nachholen!

Euer Gottlieb

Angekommen

Liebe Eltern, Großeltern und sonstige…

Ich soll euch Daheimgebliebenen mitteilen, dass alle kleinen Großen wohlbehalten und pünktlich um 10 Uhr am Balaton angekommen sind.

Im Auftrag von Otto,

Tipptante (Sekretärin) Bella

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